Ausstellungsvorschau
Neue Residenz | Kunsthalle
Angelika Kauffmann (1741-1807)
Das Vorarlberger Landesmuseum zu Gast im Salzburg Museum
Im Oktober 2009 hat das Vorarlberger Landesmuseum seine Pforten geschlossen, um bis 2013 seinen Neubau mit neuer Konzeption und neuem Programm eröffnen zu können. Das Salzburg Museum nützt diese Phase, um das Vorarlberger Landesmuseum mit einer Sonderausstellung als Gast nach Salzburg einzuladen. Direktor Tobias Natter kuratierte im Jahr 2007 eine Ausstellung über die Malerin Angelika Kauffmann (1741-1807), die zu deren 200. Todesjahr gezeigt wurde. Aus dem reichen Bestand des Vorarlberger Landesmuseums, der Zentrum dieser Schau war, werden zahlreiche Ölgemälde und Grafiken in Salzburg zu sehen sein.
Zeitgenossen bezeichneten Angelika Kauffmann als "ein Weib von ungeheurem Talent", andere als die "vielleicht kultivierteste Frau Europas", in jedem Fall zählt sie zu den bedeutendsten KünstlerInnen ihrer Zeit. Die künstlerische Entwicklung der 1741 im schweizerischen Chur geborenen Malerin Angelika Kauffmann, die als Weltbürgerin ihrer Wahlheimat Schwarzenberg stets verbunden blieb, wird mit ihrem außergewöhnlichen Lebensweg als Frau inmitten einer dominanten Männerwelt in London und Rom in Verbindung gesetzt.
Ausstellungskuratoren: Mag. Magdalena Häusle (VLM) und Mag. Peter Husty (Salzburg Museum)
18. November 2010 bis 20. Februar 2011
FÜR SALZBURG GESAMMELT
Neuerwerbungen des Salzburg Museum 2000 bis 2010
Aus allen Abteilungen präsentiert das Salzburg Museum Ankäufe, Legate und Geschenke aus den Jahren 2000 bis 2010 in Auswahl. Wegen der großen Objektfülle, kann nicht alles gezeigt werden, manches wird in multimedialer Form präsentiert. Ein Schwerpunkt wird auf den Neuerwerbungen des Salzburger Museumsverein liegen, der in diesem Jahrzehnt rund eine halbe Million Euro dafür ausgegeben hat und diese Objekte dem Salzburg Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung stellt. Diese Sonderausstellung wird die Vielfalt der Sammlungen des Salzburg Museum deutlich machen.
8. April bis 25. September 2011
Neue Residenz | Säulenhalle
Rudolf Hradil (1925-2007)
Das grafische Werk
Rudolf Hradil gehört zu den bedeutendsten Salzburger Künstlern des 20. Jahrhunderts. Er studierte bei Robin C. Andersen, Herbert Boeckl und Albert Paris Gütersloh an der Akademie der bildenen Künsten in Wien und bei Anton Kolig in Kärnten. Seine Lehr- und Wanderjahre führten ihn nach Paris zu Fernand Léger, nach London, wo er sich insbesondere mit Radierung befasste, sowie nach Rom und Venedig. Diesen beiden italienischen Städten galt seine besondere Liebe. Hradil leitete mehrere Jahre eine Klasse für Aquarell und Radierung an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg.
Künstlerisch hegte Rudolf Hradil eine besondere Zuneigung zur Radierung. Seine Druckpresse steht heute in der Grafischen Werkstatt im Traklhaus. Aus Anlass der Schenkung aller Druckplatten an das Salzburg Museum durch seine Witwe Gundl Hradil zeigt das Salzburg Museum einen Einblick in das umfangreiche grafische Werk von Rudolf Hradil.
4. Feb ruar bis 5. Juni 2011
Roberto Lauro (geb. 1932)
Skulptur und Malerei
Roberto Lauro wurde 1932 auf der Insel Jersey geboren, lebt aber seit 1940 in der Schweiz. Er studierte in Amsterdam, Bern und Zürich, wandte sich anfangs der Gebrauchtsgrafik zu, arbeitet aber schon seit Jahrzehnten erfolgreich als freischaffender Künstler. Seit mehr als zwanzig Jahren befasst er sich intensiv mit beweglichen Glas-Metall-Skupturen. weil ihn das veränderbare Bild fasziniert und die natürliche Wandlung der Farben im Tageslicht. Auch in seinen Aquarellen und Ölbildern wird die dritte Dimension spürbar.
Speziell für Salzburg hat Roberto Lauro eine große Skulptur "Papageno und Papagena" geschaffen, die im Innenhof der Neuen Residenz präsentiert wird, begleitet von einem Einblick in sein Schaffen in der Säulenhalle im Erdgeschoß.
1. Juli bis 25. September 2011
Neue Residenz | 1. Stock
KUNST DES MITTELALTERS
Aus den Sammlungen des Salzburg Museum
Ab Dezember 2010 präsentiert das Salzburg Museum auf rund 1.000 m² Ausstellungsfläche im gesamten 1. Obergeschoß der Neuen Residenz eine repräsentative Auswahl der mittelalterlichen Kunstwerke aus der eigenen Sammlung.
Gezeigt werden Objekte aus allen Abteilungen des Hauses vom Frühmittelalter bis um 1520. Das Besondere dabei ist, dass die Aufstellung nicht chronologisch, sondern nach einzelnen Themenbereichen erfolgt. Auf eine Ausstellung von Leihgaben wird verzichtet, um die reichen Sammlungen des Salzburg Museum bewusst in den Mittelpunkt zu stellen.
Aus der Abteilung Archäologie werden Grabungsfunde vorgestellt, die Bibliothek zeigt erstmals mittelalterliche Handschriftenfragmente ab dem 9. Jahrhundert, die in späterer Zeit eine Zweitverwendung als Bucheinbände fanden. Aus dem Bereich Angewandte Kunst sind Gold- und Silberarbeiten, Möbel und Textilien ausgestellt. Den größten Umfang nehmen Objekte aus der Plastik- und Gemäldesammlung ein, darunter sind Werke von Rueland Frueauf und Conrad Laib, Malereien der Künstler mit Notnamen wie den Meistern des Aspacher Altares, der Virgo inter Virgines oder des Nikolausaltares vertreten. Highlights sind einige Neuerwerbungen wie eine Kreuzigung des Meisters von St. Leonhard oder ein monumentales romanisches Kruzifix. Daneben „glänzen“ frisch restaurierte Meisterwerke wie der Rauriser Altar oder die Halleiner Kreuzigungsgruppe von Veit Stoss.
Die Präsentation nach Themenkomplexen ermöglicht ein stilistisches Vergleichen verschiedener Zeitphasen ebenso wie das Aufzeigen ikonographischer Entwicklungen. Frühmittelalterliche Objekte stehen neben spätgotischen Kunstwerken und geben einen Überblick über fast 800 Jahre Kunstschaffen im Erzstift Salzburg.
Ausstellungskurator: Mag. Peter Husty
16. Dezember 2010 bis 29. Jänner 2012
Panorama Museum
Salzburger Weihnachtskrippen
Eines der hervorstechendsten Merkmale der Krippensammlung am Salzburg Museum liegt darin, dass ihr Bestand von einer erfrischenden Vielfalt an Gestaltvariationen und schöpferischen Umsetzungsformen, die das heimische Krippengeschehen im Laufe der Jahrhunderte gefunden hat, geprägt wird. Das heißt, die Sammlung erschöpft sich nicht in einer stilistisch in sich geschlossenen Darstellungsform. Die Vielfalt einerseits und die bedeutenden Neuzugänge, die in diesem Sammlungsbereich in den letzten Jahren getätigt werden konnten, stehen deshalb im Mittelpunkt der kommenden Weihnachtsausstellung.
Mit der Präsentation der Neuzugänge ist auch der Dank des Museums an die vielen Privatpersonen verbunden, die ihre Krippen als Schenkung der Volkskundlichen Sammlung überlassen. Auf diese Weise ist es möglich, dass – unter vielen anderen Exponaten – 2010 auch die Privatkrippe des Salzburger Malers Wilhelm Kaufmann (1901-1999) oder die eindrucksvollen Krippenwerke von Vinzenz Schreiner, der einen beträchtlichen Teil seines OEvres der Volkskundlichen Sammlung im Salzburg Museum vermacht hat, zu sehen sein werden.
Ausstellungskuratorin: Dr. Ernestine Hutter
26. November 2010 bis 9. Jänner 2011





