Marionetten v.l.n.r: Gräfin und Don Curzio aus "Figaros Hochzeit", Figur aus "Così fan tutte"
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Anton Aicher – 100 Jahre Salzburger Marionettentheater

  

Am 27. Februar 1913 führte Anton Aicher erstmals mit seinen Marionetten die Mozartoper „Bastien und Bastienne“ vor den Mitgliedern der Salzburger „Künstlergenossenschaft Gral“ auf. Damit begann eine bislang hundertjährige Erfolgsgeschichte, die bis heute Groß und Klein, SalzburgerInnen und Salzburg-BesucherInnen in ihren Bann zieht.

Anton Aicher wurde 1859 in der Steiermark geboren, studierte in Wien und übersiedelte 1884 nach Salzburg, wo er Lehrer für Bildhauerei an der k.k. Staatsgewerbeschule wurde. Zahlreiche seiner Werke sind in öffentlichem und privatem Besitz erhalten, zu seinen bekanntesten zählt wohl der „Salzburger Wehrmann“, der 1915 als Propagandafigur im Ersten Weltkrieg entstand.

Seine Popularität erreichte Aicher jedoch erst mit den Marionetten, die er nach seiner Pensionierung auf einer Theaterbühne auftreten ließ. Die Inspiration dazu hatte er von den Münchner Puppenspielen bekommen. Zur Aufführung kamen Werke von Mozart, Franz Graf Pocci, Hans Seebach und Stücke, in denen der „Salzburger Kasperl“ auftrat. So standen volkstümliche Stücke und Märchen ebenso wie das klassische Opernrepertoire auf dem Spielplan.

Anton Aichers Sohn Hermann ĂĽbernahm 1926 die MarionettenbĂĽhne. Es folgte die Zeit der groĂźen Tourneen durch Europa. 1952 startete das Ensemble zur ersten groĂźen Amerikatournee.

Die Ausstellung zeigt einerseits Anton Aicher als Bildhauer und andererseits die FrĂĽhgeschichte des Salzburger Marionettentheaters. Marionetten, von Anton Aicher und anderen Salzburger Bildhauern geschaffen, illustrieren die Geschichte ebenso wie ein BĂĽhnenbild, Werbemittel und Fotos. Ein Ausblick ins Heute dokumentiert das „Unternehmen Salzburger Marionettentheater“ nach dem Tod der Enkelin des GrĂĽnders, Prof. Gretl Aicher, im Jahr 2013. 

  

>>> Biografie Anton Aicher

  

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