NEUE RESIDENZ
MOZARTPLATZ 1
5010 SALZBURG

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Ă–FFNUNGSZEITEN 
Di–So 9–17 Uhr

Donnerstag AbendfĂĽhrung um 18 Uhr (nur Eintrittspreis, keine FĂĽhrungsgebĂĽhr)
jeweils zu einem anderen Thema siehe  KALENDER 


SONDERĂ–FFNUNGSZEITEN
31. Dezember: 9–14 Uhr 

SCHLIESSTAGE
1. November, 24. und 25. Dezember


EINTRITTSPREISE 


 

 

 

 

Mythos Salzburg | 2. Obergeschoss

Romantische Verklärung – Nachhaltiges Wirtschaftskonzept

Salzburg ein Mythos? Die Wurzeln dafür liegen im frühen 19. Jahrhundert. Zum einen verbreiten romantische Maler, Schriftsteller und Wissenschaftler ihre überbordende Begeisterung für die Gegend um Salzburg in Bildern und Texten in ganz Europa. Zum anderen ändern sich die politischen Verhältnisse: Die Fürsterzbischöfe verlieren ihre Macht, Salzburg wird Österreich eingegliedert – nun können die Bürger selbst das öffentliche Leben gestalten.
Stadt und Land Salzburg setzen erfolgreich auf Tourismus und Kultur, die Bevölkerung wächst, der Modernisierungsdruck steigt. Daraus entwickelt sich ein Spannungsfeld zwischen dem Wunsch, historische Bausubstanz und Naturlandschaft zu erhalten, und der Notwendigkeit, die Stadt an die Erfordernisse der Zeit anzupassen. 
Unternehmer und Politiker nutzen das wirtschaftliche Potenzial des „Mythos Salzburg“ als zugkräftigen Marketingfaktor – zunächst fĂĽr die „Saisonstadt“, später fĂĽr deren logische Weiterentwicklung, die Festspielstadt. 

Himmel und Erde in einer Hand

Die Erzbischöfe als absolutistische Herrscher

Weltweit wird das Barockjuwel Salzburg bewundert. Wer hat es eigentlich geschaffen? Es ist das Werk der FĂĽrsterzbischöfe. Uneingeschränkt herrschen sie Jahrhunderte lang ĂĽber Stadt und Land, als kirchliche Oberhäupter und als weltliche Landesherren: „Himmel und Erde“ befinden sich in einer Hand. Zwischen 1520 und 1800 modernisieren die FĂĽrsterzbischöfe Gesetzgebung und Verwaltung. Sie belasten die Bevölkerung durch Abgaben, schlieĂźen sie jedoch aus allen politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen aus. Unruhen und Aufstände der BĂĽrger, Bauern und Bergknappen werden niedergeschlagen. 
Mit den reichen wirtschaftlichen Erträgen des Landes – aus Salz, Erz und Holz – verwandeln die Erzbischöfe das mittelalterliche Salzburg in eine repräsentative barocke Residenzstadt. Dieses in zwei Jahrhunderten geschaffene barocke Salzburg ist heute Weltkulturerbe und Touristenmagnet – Basis für den Wohlstand vieler seiner Bürger.
   

KuratorInnen: Mag. Peter Husty, Dr. Ernestine Hutter,  Dr. Erhard KoppensteinerDr. Erich Marx, Dr. Gerhard Plasser, Dr. Nikolaus Schaffer, Mag. Urd Vaelske, Dr. Renate Wonisch-Langenfelder
   

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