Hans Florey (geb. 1931)

Hans Florey in seinem Haus und Atelier in Abersee, 2008
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Zahl - Farbe - Klang

 

Ein alter Traum des Abendlandes gilt der Synthese von Mathematik, Musik und Malerei ‚Äď der universellen Kunst, die ein objektives Gesetz vollzieht. Die Pythagor√§er entdeckten das Prinzip der Intervalle und Akkorde und versuchten daraus die Harmonie der Sph√§ren zu entwickeln, die Architekten der Gotik bauten steinerne Chor√§le, das Abendland brachte die Musik auf den Kontrapunkt, und Johann Sebastian Bach schloss den Kreis der Quinten. Das Jahrhundert der Zw√∂lftonmusik schuf schlie√ülich das Reich der ausgewogenen Reihen. Hans Florey fasste die Symbiose von Zahl, Farbe und Klang in sein ganzheitlich-harmonikales Gesetz. Diese intensive Verflechtung von Musik und Bildender Kunst ist charakteristisch f√ľr Floreys k√ľnstlerischen Werdegang und sein Schaffen.  

 

Das ganzheitlich-harmonikale Gesetz

Schon Aristoteles meinte, dass die als mehr oder minder angenehm wahrgenommene Kombination von Farben zueinander ähnlich der von Tönen in Akkorden zu sein scheint. Die Augen "hören", formulierte einst Schopenhauer und wies damit auf die Assoziationskraft der Sinne untereinander hin. Zahlreiche Musikwissenschafter beschäftigten sich mit mathematischen Prinzipien in den Werken Johann Sebastian Bachs. Gesetzmäßigkeiten in Zahlenreihen, im Farbsystem und in der Tonskala sind ein altes, aber immer aktuelles Thema.

Ausgangspunkt der Arbeiten Hans Floreys ist die Tropenlehre des Erfinders der Zw√∂lftonmusik Josef Matthias Hauer. Dieser hatte in den 1920er Jahren ein Ordnungssystem erkannt, das die mehr als 479,001.600 m√∂glichen Reihenfolgen der zw√∂lf T√∂ne durch Zusammenfassung bestimmter Eigenschaften in 44 so genannte Tropen ("Wendungen") bringt, die nach Hauer die alten Tongeschlechter ersetzen sollten. Florey hat die Tropen auf 35 reduziert, in eine mathematisch g√ľltige Reihung gebracht und das ganzheitlich-harmonikale Gesetz formuliert, das sowohl in seinem malerischen als auch kompositorischen Schaffen in strenger Entsprechung innerhalb der beiden Medien zur Anwendung kommt und auch mathematischen Prinzipien entspricht.

Florey sieht die naturgegebene Polarit√§t nicht nur in Farben und Formen Magischer Quadrate und W√ľrfel oder kubischer Strukturen der Platonischen K√∂rper gegeben, sondern auch in den das menschliche Leben bestimmenden Gegens√§tzen. 

 

>>> Biographie Hans Florey 

>>> Kompositionssprachen von Hans Florey

>>> Ausstellungsraum

 

Salzburg Museum | Neue Residenz

Salzburg persönlich | 1. OG Raum 1.13

4. Juli 2008 bis 1. M√§rz 2009

 

Kuratoren: Eva Maria Feldinger und Dr. Erich Marx 

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