Dokumentiertes Beispiel f├╝r ÔÇ×entartete KunstÔÇť, Illustration zu ÔÇ×Strindbergs RauschÔÇť, Gerd B├Âhme, 1920, Lithografie
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Valentin Nagel, Frau mit blauem Hut, um 1926/28, ├ľl/Pappe
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Die Sammlung Gerhard Schneider

 

Um die K├╝nstler der "verschollenen Generation" haben sich fast ausschlie├člich private Sammler gek├╝mmert, als einer der ersten und eifrigsten Dr. Gerhard Schneider aus Olpe (Nordrhein-Westfalen). Urspr├╝nglich Antiquar, erlebte er seine Initialz├╝ndung, als er vor etwas mehr als zwanzig Jahren auf den Nachlass des vollkommen unbekannt gebliebenen Malers Valentin Nagel stie├č, dessen Schaffen eng mit Salzburg verbunden war und hier auch 1988 erstmals gezeigt wurde. Instinktiv erkannte Schneider, dass auf diesem Gebiet weitere ungeahnte, kaum beachtete Sch├Ątze zu heben sind.

Mittlerweile ist die Sammlung auf mehr als 2.000 Werke von ├╝ber 300 K├╝nstlern angewachsen, kann auf eine st├Ąndige Pr├Ąsentation im Kunstmuseum Solingen und eine steigende Resonanz in der ├ľffentlichkeit verweisen. Exemplarisch f├╝r die unerh├Ârte Dichte des Kunstschaffens, das die Nationalsozialisten auszuradieren suchten, seien aus der Sammlung Schneider nur die Namen Carl Rabus, Georg Netzband, Oscar Z├╝gel und Walter Jacob genannt. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Grafik zum Zeitgeschehen, ein weiterer, der dem Fortleben der figurativen Kunst nach 1945 gilt, konnte in der hier gezeigten Auswahl nicht ber├╝cksichtigt werden. Abseits der gro├čen Namen tut sich ein unerh├Ârt reichhaltiges Potenzial auf, das die Neubewertung eines brisanten Abschnitts der Kunstgeschichte nahe legt.

 

Siehe auch:

F├Ârdergesellschaft "Zentrum f├╝r verfemte Kunst" e.V.

c/o Museum Baden, Wuppertaler Stra├če 160, 42653 Solingen

www.verfemte-kunst.de

 

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