Geburtshaus in Oberndorf
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Leopold Kohr als Baby
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Im Kreise der Familie, ganz links, um 1917
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In seiner Pariser Zeit als Student, 1933/37
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In Puerto Rico mit seinem Rambler, um 1960
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Vor seinem Haus in Aberystwyth
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Das Symposium "RĂŒckkehr zum menschlichen Maß" beim ORF Salzburg, 1982
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75. Geburtstag 1984. Alfred Winter bei seiner Ansprache
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Mit Robert Jungk bei einer Veranstaltung im Kammerlanderstall, 1991
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GrabstÀtte der Familie Kohr am Oberndorfer Friedhof
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Biographie Leopold Kohr

 

5. Oktober 1909
Geburt in Oberndorf bei Salzburg


1916-1928
Besuch der Volksschule in Oberndorf und des Humanistischen Bundesgymnasiums in Salzburg


1928
ReifeprĂŒfung; Beginn des Studiums der Rechtswissenschaften in Innsbruck


1928-1929
Ab SpĂ€therbst 1928 lebt er fast ein Jahr in London, studiert an der London School of Economics und knĂŒpft Kontakte zu hochrangigen Ökonomen und Politikern der Labour Party


1929
GrĂŒndung einer sozialdemokratischen Studentengruppe in Innsbruck


1933
Promotion zum Dr. jur. an der UniversitÀt Innsbruck


1933-1937
Gerichtsjahr in Salzburg und Wien. Studium der Staatswissenschaften an der UniversitÀtWien.WÀhrend mehrerer Aufenthalte in Paris arbeitet er als Journalist und ist an der dortigen UniversitÀt inskribiert


1937
Promotion zum Dr. rer. pol. an der UniversitÀtWien


1937
Berichterstatter fĂŒr österreichische und Schweizer Zeitungen und fĂŒr die Pariser Nachrichtenagentur Agence Viator im Spanischen BĂŒrgerkrieg. In Spanien lernt er die Anarchistenbewegung kennen und schließt Bekanntschaft mit Eric Arthur Blair (alias George Orwell), Ernest Hemingway und AndrĂ© Malraux


1938
Nach dem "Anschluss" Österreichs an Hitler-Deutschland Engagement in einer Widerstandsgruppe in Paris, der auch Otto Habsburg angehört. Sie versucht mit Hilfe des Diplomaten Egon Ranshofen-Wertheimer, den Völkerbund in Genf zu deutlicherer Ablehnung des Vorgehens der Deutschen zu ermuntern. Um ein Visum fĂŒr die Emigration nach New York zu erhalten, reist er nach Salzburg,mit knapper Not gelingt die RĂŒckkehr nach Paris. Am 31. Oktober erreicht er von Le Havre aus New York. ZunĂ€chst wohnt er bei dem BĂ€cker LĂ€mmermeyer, einem gebĂŒrtigen Oberndorfer. Auf einer Reise nach Toronto lernt er den Historiker Georg M.Wrong kennen, bei dessen Familie er einige Zeit wohnt


1939-1943
Arbeitet im Nordwesten Kanadas sechs Wochen lang in einem Goldbergwerk. Seine gesundheitlichen Probleme (beginnende Taubheit) rĂŒhren von den Anstrengungen her, denen er dort ausgesetzt ist. Auch in Amerika setzt er den politischen und publizistischen Kampf gegen den Nationalsozialismus und fĂŒr die UnabhĂ€ngigkeit Österreichs fort, u. a. in der "Österreich-frei-Bewegung" und mit Artikeln in der Washington Post. Ab 1941 arbeitet er fĂŒr die Carnegie Endowment for International Peace in Washington und leitet eine Studiengruppe zur Geschichte von Wirtschaftsgemeinschaften. Im selben Jahr erscheint im New Yorker Magazin The Commonweal sein Aufsatz Disunion Now, in dem er die Zerschlagung von GroßmĂ€chten fordert


1943-1955
Unterrichtet an der Rutgers University in New Jersey die FĂ€cher Nationalökonomie und Politische Philosophie.Mit seinen Kollegen Robert J. Alexander und Anatol Murad, einem gebĂŒrtigen Wiener, verbindet ihn eine enge Freundschaft, und er lernt Romulo Betancourt, den StaatsprĂ€sidenten von Venezuela, kennen


1950/51
Schreibt sein erstes Buch The Breakdown of Nations, das 1957 in London erscheint. Erstmals seit seiner Emigration kehrt er in den Sommerferien wieder in seine österreichische Heimat zurĂŒck


1955-1973
Lehrt Nationalökonomie an der StaatsuniversitĂ€t von Puerto Rico in San Juan. Er unterstĂŒtzt die UnabhĂ€ngigkeitsbestrebungen der Inselbewohner gegen die Vorherrschaft der USA und setzt sich gegen die drohende Zerstörung der Altstadt von San Juan durch US-amerikanische Industriegiganten ein. Architektur, Stadt- und Dorferneuerung sowie Verkehrsberuhigung werden neue Schwerpunkte in seinen Theorien


1958
Lernt den walisischen Pazifisten und Nationalisten Gwynfor Evans kennen und unterstĂŒtzt von da an die Aktionen der Plaid Cymru (walisische UnabhĂ€ngigkeitsbewegung) gegen die Londoner Zentralregierung, gegen AtomrĂŒstung und Kernkraftwerke sowie fĂŒr die Erhaltung der keltischen Kultur


1967
Hilft als Berater mit, auf der Karibikinsel Anguilla einen unabhĂ€ngigen Staat zu grĂŒnden. Nach einem Jahr scheitert der Versuch an der Intervention der britischen Kolonialmacht


1970
Lernt in London ĂŒber seinen Freund John Papworth den britischen Nationalökonomen Fritz Schumacher kennen, der spĂ€ter mit seinem Buch Small is Beautiful weltberĂŒhmt wird. Schumacher bezeichnet ihn als wichtigsten Lehrer. Auch die Bekanntschaft mit Kenneth Kaunda, dem PrĂ€sidenten von Zambia, verdankt er John Papworth. Die Einladung, in Zambia eine Akademie zu grĂŒnden, lehnt er ab. Kaunda schreibt das Vorwort zu Development without Aid (Entwicklung ohne Hilfe), in dem er sich mit Entwicklungshilfe und Dritter Welt auseinander setzt


1973
Nach der Pensionierung Übersiedlung von Puerto Rico ins walisische Aberystwyth, unterrichtet fĂŒnf Jahre am Extra Mural Department der dortigen UniversitĂ€t. Er schließt Freundschaft mit den Anthropologen Alwyn Rees, Brynmore Thomas sowie mit dem Literaturwissenschafter Walford Davies


1978
Kommt fĂŒr ein Semester nach Salzburg, um an der UniversitĂ€t (Edmundsburg) VortrĂ€ge zu halten


1980
Im Zuge der Vorbereitungen zur großen Keltenausstellung 1980 in Hallein lernt Alfred Winter Leopold Kohr kennen und macht ihn und seine Ideen in seiner Heimat wie im deutschen Sprachraum bekannt. Lebt teilweise in Salzburg-Parsch, dann bei Hellbrunn, sein Wohnsitz ist aber noch Aberystwyth, Wales


1983
ErhĂ€lt in Stockholm als erster Österreicher den Right Livelihood Honorary Award, den Alternativen Nobelpreis


1986-1994
Übersiedelt von Aberystwyth ins sĂŒdwestenglische Gloucester. Er ist viel auf Reisen, hĂ€lt VortrĂ€ge und Gastvorlesungen. WĂ€hrend der Abwesenheit wird in seinem Haus in Gloucester mehr als ein Dutzend Mal eingebrochen


1986
In Neukirchen am Großvenediger werden die Leopold Kohr-Akademie und der Kulturverein Tauriska gegrĂŒndet.Mit zahlreichen Symposien und Kulturveranstaltungen wird versucht, seine Ideen in die Praxis umzusetzen


30. Juni 1986
EhrenbĂŒrger der Stadt Salzburg


1993
Vorbereitungen zur Übersiedlung nach Oberndorf


26. Februar 1994
Tod in Gloucester

 

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