M. E. Prigge (1949-2007)

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Mailerei und Grafik - Hinterlassen.

 

M. E. Prigge, 1949 in Bischofshofen geboren, entwickelte nach ihren fr√ľhen farbintensiven gestischen Bildern in ihrem zeichnerischen und malerischen Schaffen eine Zeichensprache, oder besser gesagt ein gesamtes Zeichenvokabular, das sich dem Betrachter auf Anhieb nur schwer erschlie√üt. Denn in ihren Werken setzte die K√ľnstlerin eine sehr abstrakte Formensprache ein, die sie zum Teil aus den Landschaften in Irland und Island oder auf Fuerteventura, wo sie immer wieder lebte und arbeitete, sch√∂pfte. M. E. Prigge reduzierte diese Landschaftseindr√ľcke auf Farbe und Form und schuf bei starker formaler Verknappung spannungsvolle Strukturen.

Zeichen, die einem archaischen Alphabet entnommen zu sein scheinen oder v√∂llig fei geformt sind, dr√ľcken ihre Gedanken, Ideen, Empfindungen, Reflexionen √ľber Gespr√§che aus. Sie fordert den Betrachter auf, sich damit auseinanderzusetzen und die Zeichen f√ľr sich selbst zu interpretieren. Verst√§rkt wird dieser dialogische Ansatz durch die Reduktion auf die Farben Schwarz und Wei√ü in vielen ihrer druckgraphischen Arbeiten.

Prigge hat im Laufe ihres k√ľnstlerischen Schaffens immer wieder tempor√§re Installationen in R√§umen, in verfallenden Geb√§uden und in der freien Natur geschaffen, die bewusst nur f√ľr einen bestimmten Zeitraum angelegt waren. Die Ausstellung im Salzburg Museum zeigt in zwei Teilen den dauerhaften Teil ihrer Arbeit, den Nachlass nach ihrem allzu fr√ľhen Tod im Jahr 2007.

Nach dem ersten Teil der Ausstellung mit Malerei und Grafik vom 7. November 2009 bis 30. April 2010 wurden im zweiten Teil vom 7. Mai bis 26. September 2010 druckgrafische Arbeiten von M.  E. Prigge gezeigt. Dazu erschien ein von Thomas Sch√∂nemann herausgegebenes Gesamtverzeichnis ihres k√ľnstlerischen Nachlasses in Buchform.

  
>>> Biographie M. E. Prigge 

>>> Malerei und Grafik  

>>> Druckgrafik

 

Salzburg Museum | Neue Residenz

Salzburg pers√∂nlich | 1. OG, Raum 1.01 

7. November 2009 bis 26. September 2010

 

Kuratoren: Mag. Peter Husty und Thomas Schönemann

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