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FrĂŒhere Ausstellung im BĂŒrgerspital

 

Von Februar 2001 bis Dezember 2010 prĂ€sentierte das Salzburg Museum wertvolle Objekte seiner Sammlung historischer Musikinstrumente im Erdgeschoß des BĂŒrgerspitals.

Hier konnte der Bogen der Ausstellung von der Zeit Paul Hofhaymers im frĂŒhen 16. Jahrhundert ĂŒber die Epoche des Barock mit seinen Salzburger Großmeistern Heinrich Ignaz Franz Biber und Georg Muffat, der Zeit der Mozarts und Michael Haydns bis zur bĂŒrgerliche Musikkultur des Biedermeier gespannt werden. Nachfolgend eine Auswahl der ausgestellten Instrumente.

 

16. und 17. Jahrhundert

Im ersten Raum wurde mit der Bassblockflöte des Hans Rauch von Schratt, datiert mit 1535, das Ă€lteste Objekt der Sammlung gezeigt werden. Das harfenförmige Orgelpositiv, das Clavichord, das Spinettino und das Spinett stellen attraktiv gestaltete Kleinformen barocker Tasteninstrumente dar. Die kunstlos gebaute Harfe bezieht ihre Gestalt von der alten „gotischen“ Harfe. Der ausnehmend kleine Kontrabaß unbestimmten Alters weist viele Gebrauchsspuren seines musikalischen Einsatzes ĂŒber Generationen von Musikern auf, besticht aber optisch durch den originellen und ausdrucksvollen Löwenkopf.

 

Saiteninstrumente des Barock

Hier war eine in der Barockzeit zur Theorbe mit tiefen Begleitsaiten umgebaute Laute ebenfalls zu sehen wie ein Kontrabass fĂŒr das Ensemblespiel im Salzburger Barock. Eine besondere Geschichte weist das 1619 gebaute prachtvolle Cembalo aus dem Besitz der Maria Anna von Thun, einer Nichte des Erzbischofs Johann Ernst Graf von Thun auf.

Eine Vitrine war der Viola d’amore gewidmet, einem Streichinstrument mit dem Korpus einer kleinen Viola und der Spielweise einer Violine. Die Entwicklung der Viola d’amore ist eng mit dem großen Geiger und Komponisten H. I. F. Biber verbunden, der sie als erster auf Stift Nonnberg gespielt hat und ihr eine seiner schönsten Kompositionen gewidmet hat. Manche Viola d’amore wurde nach ihrer BlĂŒtezeit zur gewöhnlichen, viersaitigen Bratsche umgebaut.

Eine Vitrine vereinte die Tanzmeistergeige, die Brettgeige oder eine jĂŒngere, stark vereinfachte Variante der barocken Laute, die sogenannte Mandora, die wegen ihrer leichten Spielbarkeit besonders in Dilettantenkreise geschĂ€tzt wurde.

 

Blasinstrumente des Barock

Im dritten Raum wurden barocke Blasinstrumente ausgestellt, darunter an Holzblasinstrumenten eine Deutsche Schalmei, ein Großbaßpommer von etwa 1620, ein Fagott und die verwandten Dulciane in mehreren GrĂ¶ĂŸen, Blockflöten, die sich in Salzburg vor allem in den tieferen Tonlagen in ĂŒberraschender Formenvielfalt erhalten haben. An Blechblasinstrumenten waren prĂ€chtig verzierten Trompeten unserer Hoftrompeter, als auch die kleinen barocken Waldhörner, Posaunen der Salzburger TurmblĂ€ser sowie schwierig zu blasende Zinken ausgestellt.

Die Nonnengeige oder Tromba marina ist eigentlich ein Streichinstrument und dennoch in diesem Raum nicht fehl am Platz, weil sie in den Nonnenklöstern originellerweise zur Imitation von Trompetenstimmen eingesetzt wurde.

Zu den Blasinstrumenten im weiteren Sinne gehören auch die Orgeln in diesem Raum. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen das 1639 gebaute Claviorganum, in dem eine Orgel mit einem Cembalo vereint ist.

 

Sonderformen der Blasinstrumente

Ein kleinerer Nebenraum war besonderen Blasinstrumenten des spÀten Barock un der Klassik gewidmet: Serpent, Klappenhorn und Klappentrompete, Englischhorn, Basschalumeau, eine kleine Klarinette, eine Waldhorngeige (bei der einer Violine ein elfwindiges Waldhorn eingepasst wurde), ein sechsmal gewundes Huthorn, Stockflöten (in einen Spazierstock eingebaute Blockflöten) sowie zwei seltene Okarinas.

 

Von den Mozarts bis zum Biedermeier

Im grĂ¶ĂŸten Raum waren Instrumente mit außergewöhnlicher Bedeutung ausgestellt: Ein um 1775 gebautes Tafelklavier, auf dem auch Wolfgang Amadeus Mozart gespielt und den Hersteller einer SchĂŒlerin empfohlen hatte, der originale HammerflĂŒgel von Johann Michael Haydn, weiters ein frĂŒher im Besitz von Mozarts Schwester Nannerl befindliches Clavichord sowie der PedalhammerflĂŒgel des Stille-Nacht-Komponisten Franz Xaver Gruber.

Ein GiraffenflĂŒgel , ein Arpiggione und original gekleidete Figurinen wiesen auf die bĂŒrgerliche Musikkultur in der Biedermeierzeit hin.

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