Aktuelle Sonderausstellungen

   

Leo Reiffenstein (1856–1924), Blick über den Mirabellgarten zur Festung Hohensalzburg, 1902, Öl auf Holz, Salzburg Museum, Inv.-Nr. 1187-2008
Leo Reiffenstein (1856–1924), Blick über den Mirabellgarten zur Festung Hohensalzburg, 1902, Öl auf Holz, Salzburg Museum, Inv.-Nr. 1187-2008Klicken um Bild zu vergrößern

Abschied von der Romantik
Der Maler Leo Reiffenstein (1856–1924)

 
Der Maler Leo Reiffenstein (1856–1924) hatte das Glück, sein Atelier im Schloss Mirabell aufschlagen zu können, als er 1896 von Wien nach Salzburg übersiedelte. Der Blick von seinem Fenster zur Festung sowie der barocke Garten mit seinen Skulpturen wurden ihm zum bevorzugten Motiv. Der Künstler passte sich seiner neuen Umgebung dadurch an, dass er vom düsteren Ringstraßenprunk zur stimmungsverklärten Landschaft überwechselte. Dieses Fach lag ihm im Grunde mehr als die kalte, künstliche Prachtentfaltung, wie er sie als Schüler und Mitarbeiter von Hans Makart kennen gelernt hatte.
Reiffensteins Schaffenszeit fiel in eine Phase großer Umwälzungen, wo Kunstwelten in bisher nicht dagewesener Schärfe gegeneinander prallten. Er, der als junger Maler mit „Historienschinken“ wie „Krönung Friedrichs II. in Palermo“ oder „Maximilians Brautfahrt“ reüssiert hatte, fand mit seiner lichterfüllten Landschaftskunst zu einer mehr zeitgemäßen Ausdrucksform. Die Möglichkeit, diesen vergessenen Altmeister der Salzburger Kunst kennen zu lernen, gibt es ab 26. Juni 2015 in der Säulenhalle.

  

Salzburg Museum | Neue Residenz | Säulenhalle

Eröffnung: Donnerstag, 25. Juni 2015, 18.30 Uhr, Max-Gandolph-Bibliothek

26. Juni bis 27. September 2015


Falschfarbenluftbild aus dem spätkeltischen Oppidum von Manching bei Ingolstadt (Bayern). © Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, Frankfurt/M.
Falschfarbenluftbild aus dem spätkeltischen Oppidum von Manching bei Ingolstadt (Bayern). © Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, Frankfurt/M.Klicken um Bild zu vergrößern

 

Unsichtbares sichtbar machen, verborgene Spuren vorgeschichtlicher Zeiten aufspüren, ohne dabei den Spaten anzusetzen, Grabungsergebnisse naturgetreu für die Zukunft aufbewahren: Was von jeher Ziel der Archäologie war, wird heutzutage dank modernster Technologie Wirklichkeit.
Die neue Sonderausstellung im Keltenmuseum Hallein zeigt, wie man dem Leben vergangener Zeiten mit modernsten technischen Mitteln wie Luftbildarchäologie, Geophysik, LiDAR-Scan und dreidimensionaler Grabungsdokumentation auf die Spur kommt. Diese ursprĂĽnglich vom Keltenmuseum Hochdorf/Enz (D) und dem Landesamt fĂĽr Denkmalpflege Baden-WĂĽrttemberg (D) konzipierte Wanderausstellung ist nun erstmals in Ă–sterreich zu sehen. 
In einem gesonderten Bereich der Ausstellung werden aktuelle Untersuchungen der Dürrnbergforschung und der Salzburger Landesarchäologie gezeigt. Mit Hilfe modernster Analysemethoden ist es im Labor gelungen, exotische Importgüter der Eisenzeit zu identifizieren: Grabbeigaben vom Dürrnberg enthalten oft Einlagen aus farbigem Material. Modernste Labormethoden wie Röntgendiffraktometrie oder Ramanspektrometrie ermöglichten die Material- und Herkunftsbestimmung dieser Intarsien. Eine geophysikalische Messung offenbarte Siedlungsstrukturen, von denen oberirdisch keine Spuren erhalten waren.

 

Keltenmuseum Hallein

Eröffnung: Samstag, 13. Juni 2015, 11 Uhr

13. Juni bis 22. November 2015


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Musikstadt Salzburg. Mythos Salzburg

   

Die Neuaufstellung der Musikinstrumente erweitert die bereits bestehende Dauerausstellung „Mythos Salzburg“ im 2. Obergeschoß der Neuen Residenz um den Aspekt „Musikstadt Salzburg“.

Protagonisten dieser Inszenierung sind die Objekte des Salzburg Museum, die von Musik, historischen Ereignissen, Persönlichkeiten, Gesellschaftsleben, Macht und Glanz der FĂĽrsterzbischöfe oder einem erstarkenden Selbstbewusstsein des Salzburger BĂĽrgertums zeugen und in RĂĽck- und Vorausblicken „Salzburger Musikgeschichte“ erzählen. 
Durch die Integration moderner Medien wird der Besucher eingeladen, die realen Schauplätze der Musikstadt zu erkunden, die wiederum Ausgangspunkt fĂĽr das Programm der Ausstellung sind. 
Die Ausstellung folgt keiner chronologisch-linearen Erzählweise, sondern setzt den Fokus auf ausgewählte musikgeschichtliche Eckphänomene. 
Die Instrumente â€“ sofern möglich â€“ werden nicht nur im Originalton, sondern auch visuell veranschaulicht im Spiel präsentiert. Dies ist einer Kooperation mit der Universität Mozarteum Salzburg zu verdanken, die bereits 2012 begonnen hat und bis ĂĽber die Eröffnung der Ausstellung im Jahr 2015 dank einer Hochschulraumstrukturmittelförderung des Bundesministeriums fĂĽr Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft bis 2018 fortgesetzt werden wird.

         

Salzburg Museum | Neue Residenz | 2. OG

Eröffnung: Donnerstag, 21. Mai 2015, 18.30 Uhr

Ab 22. Mai 2015 


Hauenschild/Ritter, Goldhauben auf dem Weg, 1990, Bleistift auf Papier, Landesgalerie Linz
Hauenschild/Ritter, Goldhauben auf dem Weg, 1990, Bleistift auf Papier, Landesgalerie LinzKlicken um Bild zu vergrößern

Operation Goldhaube
Tradition und Zeitgenössische Kunst

  
Die Goldhaube in Helm-Form – bekannt unter der Bezeichnung „Linzer Goldhaube“ – stellt eine der attraktivsten Kopfbedeckungen in der heimischen Frauentracht dar. In Reiseschilderungen erwähnt Ignaz de Luca 1782 erstmals diese Haubenform. Ab 1805 wird sie überall in Oberösterreich und in Teilen des angrenzenden Bundeslandes Salzburg getragen. Die Sonderausstellung im Volkskunde Museum im Monatsschlössl in Hellbrunn stellt die „Ausstrahlungskraft“, die der Linzer Goldhaube eigen ist, in den Mittelpunkt einer interessanten Dokumentation.

Gezeigt werden ausgesuchte Beispiele aus dem umfangreichen Bestand der Volkskundlichen Sammlung. Zu diesen Exponaten werden die Reflexionen von zwei Berufsgruppen eingeholt – einerseits von Künstlern, andererseits von den heimischen Goldhauben-Gruppen. Die Ergebnisse dazu – von zeitgenössischen Künstlern wie unter anderem Hauenschild/Ritter, Wilhelm Scheruebl, Erich Gruber oder Ulrike Stubenböck – sind in der Ausstellung präsent. Die von den Goldhaubenfrauen eingeholten Stellungnahmen, Reaktionen und Meinungen werden in Form für den Besucher aufgearbeitet und aufbereitet.

         

Salzburg Museum | Volkskunde Museum

Eröffnung, 11. April 2015, 11 Uhr

28. März 2015 bis 1. November 2015

   

 


Hermann Landshoff, Die Cembalistin Wanda Landowska, 1957, © Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, Sign./Inv.-Nr. FM-2012/200.2243
Hermann Landshoff, Die Cembalistin Wanda Landowska, 1957, © Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, Sign./Inv.-Nr. FM-2012/200.2243Klicken um Bild zu vergrößern

   
Für die Ausstellung in der Kunsthalle der Neuen Residenz bildet ein umfangreicher Bestand an Klavieren den Ausgangspunkt für ein kuratorisches Konzept. Es verbindet eine repräsentative Auswahl von Instrumenten mit Musikstücken und experimentellen Klangstücken sowie konkreten Kunstwerken des 20. und 21. Jahrhunderts.
Bei den Klavieren erfuhr die im 19. Jahrhundert begründete Sammlung des Salzburg Museum, die durch Instrumente von berühmten VorbesitzerInnen [u.a. von Joseph Messner, Franz Xaver Gruber, Johann Michael Haydn, Hieronymus Graf Colloredo, Marianne Freifrau von Berchtold zu Sonneburg (Nannerl), Maria Anna Gräfin von Thun] ausgezeichnet wird, zuletzt einen bedeutenden Zuwachs durch die „Sammlung Wlaschek“.
In der Ausstellung „Piano Pieces“ fungiert eine Auswahl von besonderen Highlights der Sammlung gleichsam als Ausgangspunkt und Klammer für ein synästhetisches Raumkonzept. Klaviere und Klänge überlagern sich hier mit Konzepten aus der jüngeren Kunstgeschichte.

   
   
Salzburg Museum | Neue Residenz | Kunsthalle

27. Februar bis 31. Oktober 2015 verlängert


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Kuschel-Freunde aus der Sammlung des Spielzeug Museum

  
Kaum ein anderes Spielzeug ist ein so treuer Freund wie das geliebte Kuscheltier. Es begleitet uns ĂĽberall hin, hört sich geduldig jede Geschichte an und spendet Wärme und Trost. Grund genug, den flauschigen Freunden und treuen Wegbegleitern eine Sonderausstellung im Mesnerstöckl zu widmen, bei der vom klassischen Teddy bis hin zum kunterbunten Kuschelmonster die Vielfalt der Stofftiere und ihre Geschichten groĂźe und kleine Kinder zum Schmunzeln bringen.

Das Besondere an dieser Ausstellung ist, dass alle gezeigten Objekte aus dem reichen Sammlungsbestand des Spielzeug Museum stammen. Denn in den Depots schlummern viele Schätze, die auf ihre Entdeckung warten …

  

Salzburg Museum | Spielzeug Museum

10. Februar 2015 bis 1. November 2015


Hubert Sattler, Kosmorama: Pompeji (Italien), 1850, Ă–l auf Leinwand, Salzburg Museum, Inv.-Nr. 9021-49
Hubert Sattler, Kosmorama: Pompeji (Italien), 1850, Öl auf Leinwand, Salzburg Museum, Inv.-Nr. 9021-49Klicken um Bild zu vergrößern

Kosmoramen von Hubert Sattler – Archäologie und Umkämpfte Stätten

  
„Das Amphitheater von Taormina“ und „Die Akropolis von Athen“ sind drei der weniger gut erhaltenen Kosmoramen von Hubert Sattler, die derzeit mit beträchtlichem Aufwand fĂĽr den nächsten Ausstellungswechsel im Panorama Museum restauriert werden. Das Thema der wie immer zwölf GroĂźgemälde umfassenden Präsentation lautet diesmal „Ausgrabungen“. Wie die beiden genannten Beispiele war auch das im Libanon gelegene Baalbek bereits zu Sattlers Zeiten eine vielbesuchte Attraktion, während andere archäologische Stätten – wie die auf der Halbinsel Yukatan – noch im Dornröschenschlaf lagen. Auch in Ă„gypten gehörte Sattler zu den ersten KĂĽnstlern, die dort auf Motivsuche unterwegs waren.
Hubert Sattler legte nicht unbedingt Wert auf kĂĽnstlerische Originalität, weshalb er immer wieder fremde Vorlagen â€“ vor allem von seinem englischen Zeitgenossen David Roberts â€“ verwendete. Es ging ihm vor allem darum, seine Besucher durch eine perfekte malerische Illusion auf den jeweiligen Schauplatz zu versetzen. Entsprechend der Thematik wurden diesmal auch die Archäologen des Salzburg Museum in die Vorbereitungen eingebunden, um Sattlers Darstellungen als historische Dokumente unter die Lupe zu nehmen.
  
Salzburg Museum | Panorama Museum

Eröffnung: Samstag, 24. Jänner 2015, 11 Uhr

24. Jänner 2015 bis 10. Jänner 2016

  


Helm vom Pass Lueg, Spätbronzezeit, 11.-9. Jh. v. Chr, Fundort: Golling, Pass Lueg, Bronze, Inv.-Nr. 122
Helm vom Pass Lueg, Spätbronzezeit, 11.-9. Jh. v. Chr, Fundort: Golling, Pass Lueg, Bronze, Inv.-Nr. 122Klicken um Bild zu vergrößern

  
ZEITSPRÜNGE – URSPRÜNGE

Reise in die Urgeschichte Salzburgs

  

Die neue Dauerausstellung greift auf den reichen Bestand der archäologischen Sammlung des Salzburg Museum zurück und hebt einzigartige Objekte wie den bronzezeitlichen Helm vom Pass Lueg, die Funde aus den Kupferbergwerken des Mitterberges oder den keltischen Goldtorques von der Maschlalm bei Rauris hervor. Zahlreiche weitere Objekte aller Epochen, vom Mesolithikum bis zur ausgehenden vorrömischen Eisenzeit, illustrieren die Bedeutung, die das heutige Land Salzburg durch seine zentrale Lage und seinen Rohstoffreichtum als wichtiger europäischer Kommunikationsraum seit dem 9. Jahrtausend v. Chr. innehatte. Der neue und durchwegs barrierefreie Ausstellungsbereich unterscheidet sich von traditionellen, chronologisch gegliederten Ausstellungen, durch seine thematische Struktur. Die Erstpräsentation gibt einen Überblick über den Kulturraum Salzburg und stellt dabei auch die Archäologie als Wissenschaft in den Mittelpunkt. Darüber hinaus umfasst die Schau u.a. die Themenschwerpunkte „Kontakte und Kommunikation“, „Glaube – Mythos – Opfer“, „Macht und Ohnmacht“ und „Mensch und Umwelt“. Durch die thematische Gliederung können in den nächsten Jahren neue Schwerpunkte gesetzt und Themen variiert werden, um auch aktuelle Forschungs- und Grabungsergebnisse zu berücksichtigen.

Wert gelegt wird bei der Präsentation auch auf eine familienfreundliche Gestaltung mit interaktiven Anreizen für alle Alters- und Zielgruppen. Die „Urgeschichte im Keltenmuseum Hallein“ lädt zu einer Reise zu unbekannten Kulturen vergangener Zeiten ein, fördert jedoch durch die konsequente Deutung urgeschichtlicher Spuren im aktuellen Kontext gleichzeitig eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensrealität.

     

Salzburg Museum | Keltenmuseum Hallein

Eröffnung: 6. November 2014, 19.00 Uhr

ab 7. November 2014


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In der Ausstellung „VOLL HOLZ!“ dreht sich alles – wie sollte es anders sein – ums Holz! In der neuen Sonderausstellung im Spielzeug Museum sehen die BesucherInnen einerseits, welche wunderbaren Spielsachen seit Jahren und Jahrhunderten aus Holz gefertigt werden. Gezeigt wird historisches Holzspielzeug aus den verschiedensten Epochen und Holzarten. Dabei reicht das Spektrum vom Naturspielzeug über Fröbel-Baukästen und Holzspielzeug aus den Wiener Werkstätten bis hin zum Schaukelpferd und Instrumenten, die Holz als Klangkörper nutzen. Präsentiert werden sie in einer ganz besonders hochwertigen und ansprechenden Ausstellungsarchitektur, die die BesucherInnen – getreu dem Ausstellungstitel – ganz mit Wald, Baum und Brett umfängt. Die BesucherInnen erfahren aber auch, wie hochwertig und vielseitig der Werkstoff Holz ist. Wer weiß zum Beispiel, dass so manches Holz richtige Superkräfte hat? Wer war schon einmal in einer „Xylothek“ – in einer Holzbibliothek? Oder wer weiß, wie Zirbenholz riecht? Wenn nicht, dann sollte man mal im Zirben-Fatboy die Beine hochlegen und merken: Voll Holz, voll entspannend! Viele Geschichten ranken sich um den Wald, die Bäume, um Holz und um Spielzeug aus Holz – im Spielzeug Museum werden sie erzählt …

KOSTENLOSES MITMACH-HEFT FĂśR KLEINE & GROSSE
Eine weitere Besonderheit der neuen Sonderausstellung ist das Mitmach-Heft, das sich alle Kinder – und auch die großen BesucherInnen – am Beginn der Ausstellung kostenlos mitnehmen können. Es begleitet anhand von Rätseln, Ausmalbildern und unterhaltsamen Zusatzinformationen Schritt für Schritt durch die Welt von Holz, Wald & Co. Und auch für die Erwachsenen hält das Heft bestimmt noch die eine oder andere Überraschung bereit. Oder wer weiß schon, wie alt der älteste Baum der Welt ist? Oder wie viele Baumarten es in Österreich gibt? Oder dass das Schaukelpferd Lizzy schon 100 Jahre alt ist?

VOLL HOLZ – VOLLE ACTION!
Passend zur Sonderausstellung gibt’s natĂĽrlich wieder eine Reihe von verschiedenen Werkstätten und Programmen rund ums Holz. Gearbeitet und gewerkelt wird dieses Mal aber nicht nur in der Kreativzone im 1. OG, sondern auch im sogenannten „Museum im Museum“ – also in einem Indoor-Holzhaus in einem 100 m² groĂźen, abgeschlossenen Raum. „VOLL HOLZ!“ heiĂźt auch hier das Motto beim Werken und Basteln mit Holz bis hin zum Binden eines eigenen Buches. 

 

Salzburg Museum | Spielzeug Museum

13. September 2014 bis 22. Mai 2016 verlängert


Josef Schulz/Überarbeitung, um 1926, Original: Aus dem "Kriegstagebuch: Kaiserjäger", Tusche; Salzburg Museum/Dominik Hruza studio
Josef Schulz/Überarbeitung, um 1926, Original: Aus dem "Kriegstagebuch: Kaiserjäger", Tusche; Salzburg Museum/Dominik Hruza studioKlicken um Bild zu vergrößern

  

Im Sommer 2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs mit seinen rund 15 Millionen Toten zum 100. Mal. Doch bereits einige Jahre vor 1914 kam es aufgrund des Nationalismus und Imperialismus zu größeren kriegerischen Auseinandersetzungen. Der als „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts bezeichnete Krieg veränderte die (geo)politische, gesellschaftliche, soziale und ökonomische Weltlage unwiderruflich und führte auch in den Zweiten Weltkrieg.

Die kultur- und kunstgeschichtlich orientierte Ausstellung in der Neuen Residenz befasst sich mit dem Weg in den Krieg und der Kriegspropaganda, mit Kampf und Gewalt, Kriegsverbrechen und Kriegsgefangenen, Glaube und Tod, männlichen und weiblichen Rollen, der Situation von Kindern und Jugendlichen, Aufbegehren und Protest, mit Traumatisierungen, mit dem Frieden sowie den Folgen des Ersten Weltkriegs.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Werke von Kunstschaffenden wie Josef Schulz, Alfred Kubin, Felix Albrecht Harta, Arthur Stadler und Anton Faistauer sowie Autorinnen und Autoren wie Bertha von Suttner, Friederike Zweig, Anna Bahr-Mildenburg, Stefan Zweig, Georg Trakl, Karl Kraus oder Hugo von Hofmannsthal. Fotos, Korrespondenzen und Objekte aus dem Alltag jener Zeit ergänzen die künstlerischen Positionen. Stadt und Land Salzburg lagen zwar nicht im Kampfgebiet, doch der Krieg beeinflusste die „Heimatfront“ in allen Bereichen.

Das umfangreiche Rahmenprogramm bietet neben Vorträgen, Lesungen, Konzerten, Filmabenden und Workshops auch spezielle Angebote für Schulen und Jugendliche.


Salzburg Museum | Neue Residenz | 1. Obergeschoss

9. Mai 2014 bis 4. Oktober 2015

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