Profan - Sakral

v.li.n.re. Ziborium aus der B√ľrgerspitalkirche, 1411, Silber vergoldet, Inv.Nr. 148-64, Ziborium, Ende 15. Jhdt., Kupfer vergoldet, Inv.Nr. 6554-49, Sprossenfibelfragment, Merowingerzeit, Silber, Inv.Nr. 384-57; Riemenzunge, Fr√ľhmittelalter, Eisen, Silber, Inv.-Nr. 73-85.
v.li.n.re. Ziborium aus der B√ľrgerspitalkirche, 1411, Silber vergoldet, Inv.Nr. 148-64, Ziborium, Ende 15. Jhdt., Kupfer vergoldet, Inv.Nr. 6554-49, Sprossenfibelfragment, Merowingerzeit, Silber, Inv.Nr. 384-57; Riemenzunge, Fr√ľhmittelalter, Eisen, SilbKlicken um Bild zu vergr√∂√üern

 

Innerhalb des mittelalterlichen Ständesystems tat sich zwischen geistlicher und adeliger Oberschicht einerseits sowie Stadtbewohnern und Bauern andererseits eine tiefe Kluft auf, die sich auch bei den sakralen und profanen Gegenständen widerspiegelt.

Die christliche Kirche hatte im Hohen Mittelalter den Zenit ihrer Macht erreicht. Mit unermesslichem Reichtum ausgestattet war sie Auftraggeberin f√ľr fast alle k√ľnstlerischen Produktionen. Diese dienten sakralen und liturgischen Zwecken und definierten sich √ľber den religi√∂sen Inhalt ihrer Darstellungen. Um dem hohen Stellenwert besonderen Ausdruck zu verleihen, kamen bei ihrer Herstellung kostbarste Materialien wie Gold, Silber, Elfenbein, Edelsteine, Samt, Seide, Stickereien, Malereien, seltene H√∂lzer oder feinstes Glas zum Einsatz.

Die seltener erhaltenen Objekte des profanen, allt√§glichen Gebrauchs hoben sich davon grundlegend ab. Sie dienten dazu, den Tages- und Arbeitsablauf zu erleichtern oder zu versch√∂nern und waren aus robusten, leicht verf√ľgbaren Materialien funktional gestaltet. In den St√§dten, wo Handel und Handwerk aufbl√ľhten, f√ľhrte die aufstrebende Bev√∂lkerung ihren neu erlangten Reichtum durch reich gestaltete Wohnh√§user, Einrichtungsgegenst√§nde, Schmuck und Kleidung vor.

Tragschein aus der B√ľrgerspitalkirche, um 1475, Inv.Nr. 424-30.
Tragschein aus der B√ľrgerspitalkirche, um 1475, Inv.Nr. 424-30.Klicken um Bild zu vergr√∂√üern
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