Vor kurzem sind – nicht zuletzt als Folge unserer Ausstellung und des Kataloges mit den 198 bisher bekannten Werken Georg Rendls – weitere 52 Werke „aufgetaucht“, die meisten in Privatbesitz. Hinzu kommen ein Gemälde, von dem bislang nur eine alte Schwarzweißabbildung existierte, und eines, von dem nur der Titel bekannt war.
Die Entdeckung dieser 54 Bilder ist wiederum dem großen Rendl-Kenner Arnold Nauwerck und Hiltrud Oman zu verdanken. Das Wissen um die neuen Bilder war Peter Laub, Lektor des SMCA und schon im Zuge des von ihm produzierten Kataloges vom „Rendl-Virus“ infiziert, zu wenig. Gemeinsam mit Hiltrud Oman suchte er alle privaten Eigentümer der neuentdeckten Bilder auf und fertigte eine fotografische Dokumentation an. Damit war es möglich, einen Supplementband zum Hauptkatalog herzustellen und das Werkverzeichnis Rendls, verfasst von Hiltrud Oman, zu vervollständigen.
Hier muss ich Peter Laub für sein großes Engagement besonders danken, wodurch es in kürzester Zeit möglich war, das ergänzende Werkverzeichnis in gedruckter Form herauszubringen und gleichzeitig mit der Beendigung der großen Rendl-Ausstellung am 15. Juni 2003 als Auswahl der jüngsten Funde zwölf Bilder im SMCA zu präsentieren, wovon einige hier zu sehen sind. Hiltrud Oman und Peter Laub suchten die Bilder für die Ausstellung einerseits nach künstlerischen Qualitätskriterien und andererseits im Hinblick auf bisher noch unterrepräsentierte Schaffensperioden aus.
Finissage und Vernissage in einem, die Neuentdeckung Georg Rendls als Maler in doppelter Form! Was hätte Rendl doch für Freude daran gehabt, dass er mit seinem malerischen Werk solch ein Aufsehen und beinahe skurrile Umstände hervorruft.
Sehr herzlich danken möchte ich noch Herrn Toni Schwaiger aus Ellmau für sein spontanes und freimütiges Entgegenkommen hinsichtlich der Leihgaben für die neue Präsentation. Den Bewunderern Rendls wünsche ich viel Freude mit den „neuen“ Bildern und wage zu bezweifeln, dass wir jetzt wirklich die angestrebte „Vollständigkeit“ erreicht haben. Nichts Schöneres kann uns passieren, als weitere Funde rund um Georg Rendl zu machen.