Im Panorama Museum wird 2011 eine neue Serie Kosmoramen Hubert Sattlers mit dem Titel „Weltmeere“ präsentiert, ergänzt im unteren Geschoß durch die bereits 2010 eingerichtete Ausstellung zum Thema „Salzburg“ mit Gemälden von Johann Michael Sattler und seinem Sohn Hubert.
Weltmeere
Meeresbilder, See- und Schiffstücke, Hafenansichten, im Fachjargon als Marinemalerei bezeichnet, waren von den Niederländern des Goldenen Zeitalters bis zu den spätbarocken Italienern ein klassisches Genre und wurden im 19. Jahrhundert vielstimmig fortgesetzt, wobei sich der Akzent vom Sinnbildhaften zum Sachlichen verlagerte.
Hubert Sattler musste seine Fernreisen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts vorrangig auf dem Seeweg zurücklegen. Auf seinen malerischen Darstellungen kommt sehr deutlich die Funktion der Hafenstädte als Knotenpunkten des Fernverkehrs zum Ausdruck, aber ebenso die Dramatik eines Schiffbruchs auf hoher See. Im Gesamtkomplex des Sattler’schen Repertoires stellen solche katastrophischen Darstellungen die Ausnahme dar, denn das Unternehmen legte im Gegensatz zur effektheischenden Konkurrenz Wert auf seriöse, jederzeit nachprüfbare, von momentanen Fährnissen unbeeindruckte Information.
Wir können bei Sattler jedenfalls von einer gewissen Leidenschaft für die Nautik ausgehen. Diese Spezies von Bildern war immer ein Fixpunkt seiner Programme, wenngleich sich zu gewissen Zeiten orientalische oder alpinistische Sujets stärker akzentuierten.
Die zwölf Gemälde von Hubert Sattler sind in einer reich bebilderten Broschüre zum Preis von Euro 5,50 ausführlich erläutert.