Wilhelm Leibl probte noch vor den aufsehenerregenden Sezessionen um 1900 als Einzelkämpfer den Aufstand gegen die Akademien und das „Establishment“. Dem gefeierten Künstlertum und der Welt des schönen Scheins zog er ein isoliertes Dasein in einer damals noch sehr ursprünglichen, „primitiven“ Gegend Bayerns vor. Er fühlte sich zum urwüchsigen Landvolk und der unberührten Natur hingezogen. Neben einer von äußerlichen Zutaten gereinigten Malerei frönte er der Jagd und dem Kraftsport.
Leibl fand sich bald von einem Kreis Gleichgesinnter umgeben, seine Forderung nach einem konsequenten Realismus machte Schule und prägte speziell in München Generationen von Malern. Fritz Schider, einer seiner engsten Vertrauten und namhafter Maler des Leibl-Kreises, war ein gebürtiger Salzburger. Johann Berger aus Wals, dessen Laufbahn ein frühes Ende fand, besuchte dieselbe Klasse der Akademie wie Leibl. Schließlich ist auf den in Salzburg verstorbenen Steirer Ferdinand Matthias Zerlacher hinzuweisen, der zu den interessantesten Nachfahren Leibls zählt.