Ausgehend von Salzburg und Paris – seiner Wahlheimat seit 1965 – war Gottfried Salzmann schon in jungen Jahren erfolgreich. Die neuen Wege, die er im Aquarell aufzeigte, wurden begeistert aufgenommen und lösten geradezu einen Boom aus. Obwohl Salzmann diesem Metier bis heute treu geblieben ist, war es von Anfang an sein Bestreben, sich nicht als Spezialist festnageln zu lassen und seine Arbeit auf eine immer breitere Basis zu stellen. Dadurch hat seine Schaffensdynamik auch nach 45 Jahren nicht nachgelassen.
Heute hat sich der Künstler mehr denn je vom kleinformatigen Aquarell emanzipiert und setzt in unterschiedlichen Kombinationen und Formaten Malerei, Fotografie, Druckgrafik und Collage ein, die sich oft ununterscheidbar durchdringen. Der Untertitel „Atmosphären“ spielt auf die Umsetzung feinster visueller Nuancen an, die trotz der technischen Vielstimmigkeit ein verbindliches Kriterium für Salzmanns Schaffen bleibt. Viele seiner Bilder suggerieren einen Schwebezustand, was auch für seinen jüngsten Werkkomplex gilt, der sich mit den Innenräumen von Kathedralen auseinander setzt.