Landschaften, Menschenbilder
6.9.2003 bis 9.11.2003
Haupthaus Museumsplatz 1
Über die Ausstellung
Hans Wulz war einer der bedeutenden Wiener Maler in der Tradition des Österreichischen Spätexpressionismus. Das bevorzugte Thema seines Gesamtwerks sind figurale Kompositionen, in denen er sich mit all den unterschiedlichen Belangen des menschlichen Lebens auseinandersetzt. Auf seinen großen Ölgemälden dominieren die kräftigen Farben. Er liebte vor allem die blauen, die mystischen Farben. Sein künstlerisches Credo bekannte er mit den Worten: „Ich lasse mich treiben von meiner Empfindung, und ich habe die Farbe, mit der ich mich ausdrücke“.
Die Landschaftsmalerei war neben seinen figuralen Kompositionen eine der tragenden Säulen in der Kunst von Hans Wulz. Aus seiner Hand stammen unzählige Städte- und Landschaftsgemälde aus Österreich, Schweiz, Süddeutschland, England und aus Italien.
Auch als Freskenmaler hat sich Hans Wulz hervorgetan. So schuf er nach eigenen Entwürfen Altarfresken in Kirchen, große Wandfresken im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum und weitere Freskogemälde in öffentlichen Gebäuden.
Seine grösste und aufwendigste Arbeit war die figurale Gestaltung des 100 m x 10 m großen Öl-Rundgemäldes im „Kreuzigungspanorama“ im Schweizer Wallfahrtsort Einsiedeln.
Kunsthistorisch betrachtet, zählt Hans Wulz zu den bedeutenden Malern des Alten Wiener Künstlerhauses, da er seit 1948 Mitglied der dort ansässigen „Gesellschaft Bildender Künstler“ war. Der Geist und die Tradition dieses ältesten Ausstellungshauses einer Künstlervereinigung im deutschsprachigen Raum hat die Malerei von Hans Wulz und von vielen seiner Zeitgenossen entscheidend beeinflusst.