Das Spielbilderbuch startete seinen Siegeszug in einer Zeit, in der das bedruckte Papier zur Massenware wurde und neue Drucktechniken die entsprechenden Auflagenhöhen erlaubten – also in den 1830er Jahren. Wien war der Geburtsort des Spielbilderbuchs, England folgte ab 1850 auf eigenen Wegen. Der deutschsprachige und der angloamerikanische Bereich bestimmen die Geschichte des Spielbilderbuchs bis heute.
Die Aufklärung des 18. Jahrhunderts hatte entdeckt, dass die Kindheit ein Lebensalter darstellt, das für die Entwicklung des bürgerlichen Individuums von entscheidender Bedeutung ist. Aus dieser Erkenntnis folgte die Notwendigkeit der Erziehung: durch spielerisches Lernen zur Bildung. Das Spiel-Bilder-Buch ist ein wichtiges Verbindungsglied zwischen dem Spiel, dem bildhaften Erfassen und dem kognitiven Lernen.