Die Ausstellung zeigte 40 ausgewählte Fotografien von Michael P. Smith aus den Jahren 1969 bis 1991, der Zeit also, bevor der Hurrikan „Katrina“ nicht nur die Gebäude der Stadt New Orleans, sondern auch ihre über Jahrhunderte gewachsene Kultur weitgehend zerstörte. Diese Kultur, deren berühmtester Ausleger die Musik des Jazz und des Rhythm ’n’ Blues ist, war im Wesentlichen von afroamerikanischen und kreolischen Einflüssen bestimmt und reichte tief in den Alltag und die sozialen Beziehungen der schwarzen Bevölkerung.
Die realistischen Fotografien Smiths, der Zugang zu vielen Ereignissen hatte, die Nichteingeweihten sonst verschlossen sind, zeigen diese Lebenskultur in einer Vielzahl an Facetten. Durch die katastrophalen Auswirkungen von „Katrina“ im August 2005 haben diese Bilder einen melancholischen Charakter angenommen, der sich mit der Hoffnung verbindet, dass es in einem neu aufgebauten New Orleans wieder zum Wachsen der weltweit einzigartigen „Seele“ dieser Stadt kommt.