Gauforen waren gigantisch angelegte Verwaltungsgebäude des NS-Staates, die ab 1937 entstanden und anstelle der historisch gewachsenen Stadtkerne die Macht und Zentralisierung des „Führerstaates“ verdeutlichen sollten.
Neben dem reichsweit obligatorischen Gauforum mit Gauhalle und Versammlungsplatz sollten in Salzburg noch weitere Bauten errichtet werden. Verantwortlich für die Planungen am Kapuzinerberg zeichneten die Salzburger Architekten Otto Strohmayr und Otto Reitter für die Planung verantwortlich, deren Karrieren eng mit dem Nationalsozialismus verbunden waren; insbesondere Strohmayr, der dem Architektenkreis um Albert Speer angehörte und auf der sogenannten „Gottbegnadeten-Liste“ des Regimes stand. Das Gauforum Salzburg wurde kriegsbedingt nie gebaut.