Louis Rothschild (1882–1955) wurde nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich in Gestapohaft genommen, sein Vermögen beschlagnahmt. Das NS-Regime presste ihm und seinen bereits im Ausland befindlichen Brüdern Alphonse und Eugène ihr gesamtes im Deutschen Reich befindliches Vermögen ab, um die Inhaftierung zu beenden. Erst danach kam Louis Rothschild frei und konnte im Mai 1939 emigrieren. Das Salzburg Museum bat beim Wiener Institut für Denkmalpflege (Bundesdenkmalamt) um Zuweisung „arisierter“ Objekte und erhielt u.a. 1941 den Rundschild aus der Kunstsammlung Louis Rothschilds als sogenannte „Führerspende“.
Nach 1945 beantragte Louis Rothschild die Rückstellung. Das Salzburg Museum gab an, den Rundschild nicht auffinden zu können. Louis Rothschild starb 1955. Am 5. November 2019 beschloss das Kuratorium des Salzburg Museum die Einleitung der Naturalrestitution des im Zuge der aktuellen Provenienzforschung identifizierten Rundschilds. Dieses wurde am 9. Februar 2026 restituiert.